Feinkonzeption und Realisierung CLS-Management

Auftraggeber

Regionetz GmbH

Betroffene Systeme

  • SAP IS-U

Ausgangssituation

Mit der Neuregelung des § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hat die Bundesnetzagentur die Voraussetzungen für…

Mit der Neuregelung des § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hat die Bundesnetzagentur die Voraussetzungen für die netzdienliche Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen neu geregelt. Grundlage hierfür bilden insbesondere die Beschlüsse BK6-22-300 zur technischen Integration und Steuerbarkeit sowie BK8-22/010-A zur Netzentgeltreduzierung. Seit dem 1. Januar 2024 sind diese Vorgaben für neu in Betrieb genommene steuerbare Verbrauchseinrichtungen verbindlich umzusetzen.


Für Energieversorgungsunternehmen bedeutet dies, die erforderlichen technischen und prozessualen Voraussetzungen zu schaffen, um steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge oder Energiespeicher regulatorisch konform in ihre bestehende Systemlandschaften zu integrieren. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das CLS-Management (Controllable Local Systems) als Grundlage für die netzdienliche Steuerung.


In einem vorgelagerten Projekt wurden bereits die wesentlichen fachlichen und technischen Grundlagen für die Einführung des CLS-Managements im SAP-IS-U-System erarbeitet. Aufbauend auf dieser Grobkonzeption galt es nun, die priorisierten Use Cases umzusetzen und gleichzeitig die Feinkonzeption weiterer steuerungsrelevanter Prozesse für eine nachgelagerte Implementierungsphase zu erstellen.

Anforderung/Auftrag

Ziel des Projekts war die Umsetzung der erforderlichen Grundfunktionalitäten für den Rollout von…

Ziel des Projekts war die Umsetzung der erforderlichen Grundfunktionalitäten für den Rollout von Steuereinrichtungen im SAP IS-U-System sowie die fachliche Vorbereitung weiterer Ausbaustufen des CLS-Managements.


Im Mittelpunkt standen insbesondere:

  • Umsetzung des Use Case „Zubau von Steuereinrichtungen" bei bestehenden oder neuen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen
  • Umsetzung des Use Case „Umbau von mME/kME auf intelligentes Messsystem (iMS) inklusive Zubau einer Steuereinrichtung"
  • Implementierung der erforderlichen Basisfunktionalitäten im SAP IS-U
  • Abbildung und Verwaltung von technischen und steuerbaren Ressourcen, Netzlokationen (NeLo), Steuereinrichtungen/Steuerboxen und intelligenten Messsystemen (iMS) bestehend aus moderner Messeinrichtung und Smart Meter Gateway
  • Umsetzung der Prozesse zur Vergabe von SR-ID und STE-ID im Zusammenspiel mit VNB, MSB, wMSB und LIEF
  • Implementierung der Übermittlung von Parametrierungsdaten (TAF9/TAF10) an das Gateway-Administrator-System einschließlich Verarbeitung der Rückmeldungen
  • Erstellung einer Feinkonzeption weiterer steuerungsrelevanter Prozesse als Grundlage einer nachgelagerten Implementierungsphase


Die Umsetzung umfasste die Überführung der regulatorischen Anforderungen aus § 14a EnWG sowie den Beschlüssen BK6-22-300 und BK8-22/010-A in fachliche Prozesse und deren technische Realisierung im SAP IS-U.

Projektvorgehen

Zu Beginn des Projektes unterstützte FACTUR den Kunden bei der Aufnahme, Bewertung und fachlichen…

Zu Beginn des Projektes unterstützte FACTUR den Kunden bei der Aufnahme, Bewertung und fachlichen Konkretisierung der Anforderungen. Die Ergebnisse wurden in einem Realisierungskonzept zusammengeführt, das als Grundlage für die Umsetzung der priorisierten Use Cases sowie der erforderlichen Basisfunktionalitäten im SAP IS-U diente.

Im Anschluss erfolgte die technische Realisierung der definierten Funktionalitäten. Diese wurden im Rahmen eines strukturierten Testverfahrens geprüft. Darüber hinaus begleitete FACTUR den Kunden bei Vorabnahmen sowie den fachlichen Abnahmetests.

Parallel zur Umsetzung analysierte und bewertete FACTUR weitere steuerungsrelevante Prozesse. Die Ergebnisse wurden in einer Grobkonzeption dokumentiert und bilden die Grundlage für die nachfolgende Projektphase.

Projektlaufzeit

6 Monate

Highlights/Besonderheiten Leistung Factur

Das Projekt wurde in einer frühen Phase der Umsetzung der neuen regulatorischen Vorgaben zu steuerbaren…

Das Projekt wurde in einer frühen Phase der Umsetzung der neuen regulatorischen Vorgaben zu steuerbaren Verbrauchseinrichtungen durchgeführt. Während die fachlichen Anforderungen durch § 14a EnWG sowie die Beschlüsse BK6-22-300 und BK8-22/010-A vorgegeben waren, mussten diese in konkrete Geschäftsprozesse und technische Funktionalitäten im SAP IS-U überführt werden.

Besondere Anforderungen ergaben sich aus dem Zusammenspiel verschiedener fachlicher und technischer Aspekte, insbesondere der Umsetzung der Kommunikation mit dem Gateway-Administrator, der Berücksichtigung der Vorgaben zur Netzentgeltreduzierung gemäß BK8 sowie aus der Umsetzung der erforderlichen Prozesse für intelligente Messsysteme und Steuereinrichtungen.

FACTUR begleitete den Kunden über den gesamten Projektverlauf – von der fachlichen Konkretisierung der Anforderungen und der Erstellung des Realisierungskonzepts über die Implementierung der erforderlichen Funktionalitäten bis hin zur Qualitätssicherung und Projektleitung.

Ergebnis

Mit Abschluss des Projekts stehen die erforderlichen Grundfunktionalitäten für die priorisierten Use Cases…

Mit Abschluss des Projekts stehen die erforderlichen Grundfunktionalitäten für die priorisierten Use Cases steuerbarer Verbrauchseinrichtungen im SAP IS-U-System zur Verfügung. Damit sind die technischen und prozessualen Voraussetzungen geschaffen, um Steuereinrichtungen im Zusammenspiel mit intelligenten Messsystemen abzubilden und die weiteren Schritte des Rollouts vorzubereiten.

Parallel dazu erfolgte die strukturierte Analyse und Bewertung weiterer steuerungsrelevanter Prozesse. Die daraus entstandene Grobkonzeption bildet die Grundlage für die nachgelagerte Implementierungsphase.

Mit der erfolgreichen Umsetzung der Integration von intelligentem Messsystem und Steuereinrichtung gehört der Kunde zu den Vorreitern bei der praktischen Umsetzung der Anforderungen aus § 14a EnWG. Die geschaffene System- und Prozessbasis ermöglicht es, die Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen weiter voranzutreiben und zukünftige Steuerungsprozesse darauf aufzubauen.